Samstag, 23. Juni 2012

Tag 1 von 15 in Korea

Die nächsten 15 Tage werden wir wohl etwas vom Japan-Thema abschweifen und uns mit der koreanischen Seite des Lebens beschäftigen, die von Außen der japanischen Seite sehr ähnlich ist, aber im Inneren doch viele Unterschiede beherbergt. Außerdem kehre ich mal wieder zum alten Blogstyle zurück, nachdem ich hier in letzter Zeit viel Allgemeines und Hilfreiches gepostet hatte.

Freitag 19:45 ging es los von Frankfurt nach Incheon mit einem neuen A380 der Korean Air. Unfassbar riesig diese Dinger, dafür war die Auswahl an Filmen unfassbar schmal. Wobei die Filme sogar noch gingen, aber bei den Serien gab's sozusagen nen Totalausfall. Eine Folge Two and a Half Men und eine 10 Jahre alte Folge Friends? Na super! Und die Games konnte man auch vergessen, da die CPU in diesen Kopfstützendingern wohl selbst zu lahm ist, um Street Fighter 2 (!!!!!!!!) in normaler Geschwindigkeit abzuspielen. Magere Vorstellung. Dafür war das Essen umso besser, gab lecker Bibimbap zum selbermischen und ich wurde reichlich mit koreanischem Bier (Hite) versorgt. Eigentlich bin ich total gejetlagged und wollte schlafen, aber wer genau aufgepasst hat, wird bemerkt haben, dass ich bei dieser Abflugszeit das Deutschland - Griechenland Spiel vepasst habe. Ich versuche gerade über Youtube eine Zusammenfassung zu schauen....aber die buffered ewig lang. Also schreib ich zwischendurch diesen Post :)

Erstmal was zu Seoul. Was ich bisher oft gehört hab war sowas in die Richtung "Seoul ist das bessere Tokyo" oder "Seoul ist wie Tokyo, nur in grün, mit mehr Platz und einem riesigen Fluß in der Mitte.".
Zumindest die zweite Aussage, kann ich auf jeden Fall so unterschreiben. Ich glaube persönlich, es liegt nicht unbedingt daran, dass die Koreaner hier mehr Platz haben als die Japaner in der Kanto-Ebene, sondern eher am Baustil. In Japan fällt einem auf, dass es zwar viele riesige Business-Skyscraper gibt, jedoch nur wenige Hochhaus-Wohnkomplexe. Alles ist relativ flach gebaut, mit maximal 3-4 Stockwerken, oder eher sogar mit maximal 2 Stockwerken oder gar nur einem. Tokyo is relativ flach, was die Skyline angeht.
Seoul dagegen hat Hochhaus-Wohkomplexe überall. Sicherlich auch dem Fakt geschuldet, dass man nach dem Krieg schnell viel Wohnraum schaffen musste, der nicht schön, sondern zweckmäßig sein sollte. Genaue Gründe muss ich allerdings noch herausfinden. Auf jeden Fall macht Seoul nicht so einen proppevollen und gequetschten Eindruck wie Tokyo und die Wohnraumfläche dürfte auch über dem liegen, was der Durchschnitts-Tokyo-Bewohner so zur Verfügung hat.

Aber egal wie fertig man ist, in einem Land wie Korea schafft man es immer, sich noch für ein ordentliches Mahl aus dem Zimmer zu schleppen. Und so ein Reiseblog ist auch nicht komplett ohne Bilder von unfassbar lekkkkkerem Essen:
Hae Mul Pa Jun - In etwa koreanisches Okonomiyaki mit Meeresfrüchten, nur eben ohne den ganzen Soßenkladderradatsch, den sich die Japaner so draufmatschen. "Jun" an sich, ist diese Art von Okonomiyaki. Hae Mul Pa ist dann wohl Meeresfrüchte, wie mir gesagt wurde.
 
  Dazu noch eines der vielen "Jigae" Gerichte. Spezifischer "Sundubu Jigae". Jigaes sind relativ scharfe Chili-Eintöpfe mit ordentlich Einlage, die mit etwas Reis geschaufelt werden. Man kann den Reis auf den Löffel nehmen und dann Eintopf+Einlage drauffischen, oder gleich den ganzen Reis reinschmeissen und dann alles rauslöffeln. Muss mich aber noch vergewissen, dass das nicht in etwa auf einer Stufe mit seinen Reis in die Misosuppe kippen steht.


Und morgen wird das hier, ganz oben Links im Menü probiert:
GARLIC HONEY BREAD!?! WTF!? Davor hab ich mehr Angst, als vor dem x-ten Nattoprobierversuch.

So, Zusammenfassung fertig geschaut. Olé olé! Jetzt muss ich mir nur noch eine Bar/Pub für das Halbfinale suchen.

Für Tipps, was Korea/Seoul angeht, also was ich mir unbedingt anschauen sollte, bin ich auf jeden Fall dankbar. Da ich relativ busy war in den letzten Wochen, hat meine Urlaubsplanung leider etwas gelitten.
Ich sollte aber auf jeden Fall herausfinden, ob Korea auch langfristig etwas für mich wäre, denn eventuell ergeben sich hier noch Möglichkeiten...aber dazu vll. mal an einer anderen Stelle mehr :)

In diesem Sinne,
안녕 Anyeong!

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