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Mittwoch, 27. Juni 2012

Tag 5 von 15 in Korea - Kurze Auszeit

Jetzt hätte ich fast vergessen heute was zu posten. Wäre auch nicht schlimm gewesen, denn heute gab es eine kleine Auszeit, mit viel Schlaf, TV und Internet.
Der Grund dafür lag im Hals. Genauer gesagt lag es an Halsschmerzen, die mich seit vorgestern erst leicht, dann gestern immer stärker plagten und die heut morgen um 6 so garstig wurden, dass ich schon fast dachte, ich muss zum Arzt. Nach einer gehörigen Portion Schlaf bis in den Nachmittag hinein, hat der ganze Spuk dann aber langsam nachgelassen.

Mit den kleinen Fressalien vom Convenience Store will ich euch auch nicht belästigen, wenigstens heut Abend gab es handfest Bibimbap und eine Flasche Makgeolli (in Japan als Makkori bekannt):



Zudem hab ich etwas im Convenience Store gefunden, nach dem ich die letzten 1,5 Jahre gedürstet hatte. AQUARIUS!!!
Hatte schon fast befürchtet, dass es das Zeug nur in Japan gibt. Zum Glück (und mit Glück) aber auch in Korea erhältlich. Wer es nicht kennt, Aquarius ist eines dieser isotonischen Sportgetränke. Ein echter Lebensretter im ostasiatischen Sommer und dazu noch wirklich lecker.

Sonntag, 24. Juni 2012

Tag 2 von 15 in Korea - Eat....ALL THE THINGS!

Mal schauen wie lange ich es durchhalte, wirklich jeden Tag zu posten. Aber einen Versuch ist es wert.

Dann mal zu technischem Klimbim:
nic.de.vu ist wohl am schwächeln und man kommt wohl kaum noch durch, wenn man www.kartoffelsushi.de.vu benutzt. Deswegen bin ich am überlegen, ob ich mir endlich mal eine .de Adresse zulegen soll oder was ähnliches. Für eine .jp oder .co.jp komm ich mir doch etwas zu kartofflig vor und hab auch das falsche Zielpublikum dafür :)
Ausserdem, dadurch dass ich Blogger aus Korea heraus benutze, hat mein Blog plötzlich eine .kr Endung bei Blogger: kartoffelsushi.blogspot.kr O_O
Oder wird das nur bei mir in Korea so angezeigt?

Naja ich hoffe mal, man findet aus Schland heraus trotzdem weiterhin auf mein Blog. Ansonsten darf man halt alles nachholen, wenn ich wieder zurück bin :)

Aber kommen wir zum eigentlichen Thema, in das ich mich hereinlegen könnte: Koreanisches Essen.
Ich bin mir langsam nicht mehr sicher...aber...ich glaube koreanisches Essen ist "besser" als Japanisches. Also erstmal ist hier alles wirklich günstig und die Portionen dazu immer riesig, was man von japanischen Portionen nicht immer sagen kann.
Dann gibt es zu dem Hauptessen noch immer 3 bis unendlich viele kleine Sidedishes, sogenannte "Banchan", die alles mögliche eingelegte von Kimchi bis Salate und so weiter umfasst.
Dazu ist die koreanische Küche viel würziger und teilweise auch sehr scharf. 2 Adjektive die in der japanischen Küche sehr sparsam benutzt werden. Eine Ausnahme: Japanisches Curry...aber dass man "japanisches" dazusagen muss, zeigt schon, dass es sich nicht wirklich um etwas japanisches handelt.
Ich will die japanische Küche nicht schlechtreden, ich werd mich nach den 2 Wochen hier trotzdem in riesige Haufen Okonomiyaki, Sushi, Misoramen, usw. setzen, aber die koreanische Küche hat es mir wirklich angetan.

Heute wurde ich dazu eingeladen Essen zu gehen in ein "ordentliches Restaurant", Zitat Ende:

 Einmal alles bitte!

Bitte was? Einmal alles ist nicht genug für 5 Leute? Dann hier bitte ZWEIMAL alles!
Manche Mengen an Essen bringen selbst mich zum Lachen. Kein Plan wirklich was da so aufgetischt war. Im hinteren Bowl war auf jeden Fall Bulgogi. Das im vorderen Bowl war ganz ähnlich dem, was man in Japan unter "Buta-Kimchi" kennt, also Schweinefleisch mit viel Kimchizeug und dazu noch ein KLACKS Chilipaste (Gochujang), damit man sich auch auf dem Nachttopf dran erinnert, was man so in sich reingestopft hat. Montezuma lässt grüßen. Der Rest war einfach das, was der Koch noch so übrig hatte, eben mal schnell eingelegt, mit Chilipaste bestrichen oder gar mit Misopaste. Sehr lobenswert zu erwähnen, grüne Spitzpaprika beschmiert mit Misopaste. MWWOAAHH geil.

Da sonst nicht viel anderes anstand und die Bilder oben vom heutigen Abendessen sind, wurde der Mittag mit...na was wohl...Essen verbracht. Und etwas Planung für die nächsten 2 Wochen wurde auch vollbracht.

Aber erstmal Seoulfood:

Nennt sich Andong Jjimdak und in etwa so geil, wie es auf den Bildern matschig aussieht. Im Prinzip ist es in etwa ein nicht ganz halbes Hähnchen in Teilen, dazu viel Gemüse in Form von Chilis, Zwiebeln, Kartoffeln, Pilzen, Pipapo und drunter sind noch so breite Nudeln, die etwas wie Glasnudeln anmuteten, aber die megaleckere Soße saftig in sich eingezogen haben. Die Soße selbst ist leicht süßlich, aber dabei sehr würzig. Gut vergleichbar mit einer uns bekannten Bratensoße. Dazu noch einen Tick Schärfe, aber ging.

Abgesehen von der Völlerei, ging ich heute auch einer der Lieblingsgeschäftigungen der Koreaner nach bzw. genauer gesagt der Bewohner Seouls. Ich hab mich mit einem Bier in der Hand an den "Han" gesetzt. Der Han ist der riesige Fluß, der durch Seoul fließt und dabei selbst den Rhein wie einen kleinen Hinterhofbach aussehen lässt.





In etwa äquivalent zu "sich mit einem Bier unter einen Sakura Baum setzen", nur kann man sich das ganze Jahr über an den Han setzen. Unter den Sakura-Bäumen zieht die Ausrede nur, wenn die Dinger auch blühen. Also eine alltäglich verfügbar Ausrede sich ein Bier reinzudrücken: Punkt für Seoul.

Punktabzug jedoch in der B-Note. Denn auch hier in Korea findet man geschmackliche Verirrungen:
Ouh bitte nicht...

Samstag, 23. Juni 2012

Tag 1 von 15 in Korea

Die nächsten 15 Tage werden wir wohl etwas vom Japan-Thema abschweifen und uns mit der koreanischen Seite des Lebens beschäftigen, die von Außen der japanischen Seite sehr ähnlich ist, aber im Inneren doch viele Unterschiede beherbergt. Außerdem kehre ich mal wieder zum alten Blogstyle zurück, nachdem ich hier in letzter Zeit viel Allgemeines und Hilfreiches gepostet hatte.

Freitag 19:45 ging es los von Frankfurt nach Incheon mit einem neuen A380 der Korean Air. Unfassbar riesig diese Dinger, dafür war die Auswahl an Filmen unfassbar schmal. Wobei die Filme sogar noch gingen, aber bei den Serien gab's sozusagen nen Totalausfall. Eine Folge Two and a Half Men und eine 10 Jahre alte Folge Friends? Na super! Und die Games konnte man auch vergessen, da die CPU in diesen Kopfstützendingern wohl selbst zu lahm ist, um Street Fighter 2 (!!!!!!!!) in normaler Geschwindigkeit abzuspielen. Magere Vorstellung. Dafür war das Essen umso besser, gab lecker Bibimbap zum selbermischen und ich wurde reichlich mit koreanischem Bier (Hite) versorgt. Eigentlich bin ich total gejetlagged und wollte schlafen, aber wer genau aufgepasst hat, wird bemerkt haben, dass ich bei dieser Abflugszeit das Deutschland - Griechenland Spiel vepasst habe. Ich versuche gerade über Youtube eine Zusammenfassung zu schauen....aber die buffered ewig lang. Also schreib ich zwischendurch diesen Post :)

Erstmal was zu Seoul. Was ich bisher oft gehört hab war sowas in die Richtung "Seoul ist das bessere Tokyo" oder "Seoul ist wie Tokyo, nur in grün, mit mehr Platz und einem riesigen Fluß in der Mitte.".
Zumindest die zweite Aussage, kann ich auf jeden Fall so unterschreiben. Ich glaube persönlich, es liegt nicht unbedingt daran, dass die Koreaner hier mehr Platz haben als die Japaner in der Kanto-Ebene, sondern eher am Baustil. In Japan fällt einem auf, dass es zwar viele riesige Business-Skyscraper gibt, jedoch nur wenige Hochhaus-Wohnkomplexe. Alles ist relativ flach gebaut, mit maximal 3-4 Stockwerken, oder eher sogar mit maximal 2 Stockwerken oder gar nur einem. Tokyo is relativ flach, was die Skyline angeht.
Seoul dagegen hat Hochhaus-Wohkomplexe überall. Sicherlich auch dem Fakt geschuldet, dass man nach dem Krieg schnell viel Wohnraum schaffen musste, der nicht schön, sondern zweckmäßig sein sollte. Genaue Gründe muss ich allerdings noch herausfinden. Auf jeden Fall macht Seoul nicht so einen proppevollen und gequetschten Eindruck wie Tokyo und die Wohnraumfläche dürfte auch über dem liegen, was der Durchschnitts-Tokyo-Bewohner so zur Verfügung hat.

Aber egal wie fertig man ist, in einem Land wie Korea schafft man es immer, sich noch für ein ordentliches Mahl aus dem Zimmer zu schleppen. Und so ein Reiseblog ist auch nicht komplett ohne Bilder von unfassbar lekkkkkerem Essen:
Hae Mul Pa Jun - In etwa koreanisches Okonomiyaki mit Meeresfrüchten, nur eben ohne den ganzen Soßenkladderradatsch, den sich die Japaner so draufmatschen. "Jun" an sich, ist diese Art von Okonomiyaki. Hae Mul Pa ist dann wohl Meeresfrüchte, wie mir gesagt wurde.
 
  Dazu noch eines der vielen "Jigae" Gerichte. Spezifischer "Sundubu Jigae". Jigaes sind relativ scharfe Chili-Eintöpfe mit ordentlich Einlage, die mit etwas Reis geschaufelt werden. Man kann den Reis auf den Löffel nehmen und dann Eintopf+Einlage drauffischen, oder gleich den ganzen Reis reinschmeissen und dann alles rauslöffeln. Muss mich aber noch vergewissen, dass das nicht in etwa auf einer Stufe mit seinen Reis in die Misosuppe kippen steht.


Und morgen wird das hier, ganz oben Links im Menü probiert:
GARLIC HONEY BREAD!?! WTF!? Davor hab ich mehr Angst, als vor dem x-ten Nattoprobierversuch.

So, Zusammenfassung fertig geschaut. Olé olé! Jetzt muss ich mir nur noch eine Bar/Pub für das Halbfinale suchen.

Für Tipps, was Korea/Seoul angeht, also was ich mir unbedingt anschauen sollte, bin ich auf jeden Fall dankbar. Da ich relativ busy war in den letzten Wochen, hat meine Urlaubsplanung leider etwas gelitten.
Ich sollte aber auf jeden Fall herausfinden, ob Korea auch langfristig etwas für mich wäre, denn eventuell ergeben sich hier noch Möglichkeiten...aber dazu vll. mal an einer anderen Stelle mehr :)

In diesem Sinne,
안녕 Anyeong!

Dienstag, 8. Mai 2012

Back to Japan - ein paar mehr Tage für den Countdown

Der letzte Stand meiner gezählten Tage in Japan hörte auf mit 321, also nicht mal ein ganzes Jahr hab ich vollbekommen. Auf 365 werde ich den Zähler dieses Jahr auch nicht hochschrauben können, aber zumindest um 7 oder 8, so wie es der aktuelle Plan vorsieht. Denn im Juni/Juli besteige ich endlich wieder ein Flugzeug und mach mich auf die Reise nach Fernost!
Diesmal steht allerdings nicht nur Japan auf dem Programm, sondern erstmal 2 Wochen Südkorea und dann "nur" eine Woche Japan anschließend. Da ich gute Gründe und eine günstige Unterkunft in Seoul habe, ist die Reise dorthin der eigentliche Aufhänger des ganzen Trips, aber natürlich muss ich auch bei alten Freunden und Kollegen reinschauen, wenn ich schon mal in dem Eck der Welt bin.

Geplant sind ein paar Tage Tokyo, um eben alte Kollegen zu treffen und vll. ein paar Möglichkeiten für die Zukunft auszuloten und anschließend geht es wieder ab nach Sendai, um die Kokubuncho und Ernie's Bar unsicher zu machen. Ernie's Bar dürfte wohl so ziemlich mein liebstes Wasserloch auf der Welt sein. Allein der Barkeeper ist schon Kultstatus und die Nächte, die ich mir dort um die Ohren geschlagen hab, werden unvergessen bleiben (oder sind bereits vergessen, dank ein oder anderem "Kyuuba Liiba" zuviel :p ).

Zudem steht auch ein Trip an die Küste von Myiagi an, evtl. ein Besuch bei einer Freundin, die jetzt in Kesennuma wohnt. Das ist ein Ort, der dem einen oder anderen noch aus der Tsunami-Berichterstattung bekannt sein dürfte.
Irgendwie hab ich dabei gemischte Gefühle, da ich auf keinen Fall ein "Katastrophen-Touri" sein will, es aber doch mit eigenen Augen sehen möchte, um es wirklich begreifen zu können, was im März 2011 passiert ist.

Ich hoffe das, was ich dort sehe und erlebe überschattet nicht, dass ich mich extrem freue alle meine alten Freunde dort wiederzusehen und mit ihnen das ein oder andere Asahi die Kehle herunterschicken werde.

Ach, ich freu mich wie ein kleines Kind :>