Da ich derzeit mal wieder auf der Suche nach einer zukünftigen Tätigkeit bin, möchte ich euch ein kleines Informationsschnipselchen nicht vorenthalten.
Auf einer der japanischen Karrierewebsites, für die ich im Moment eine Bewerbung hochlade, sind folgende Quellen angegeben, wie man auf diese Stelle hätte kommen können:
Da ich das Gefühl noch allzu gut kenne, keine Ahnung zu haben, wo man denn nach einem Job/Praktikum suchen kann, bietet diese Liste schon mal gute Anhaltspunkte und ist etwas als Fortsetzung meines älteren Posts zu verstehen, der schon mal auf einige gute Websites hingewiesen hat.
Link zum alten Post
Der alte Post ist immer noch hochrelevant und für jeden Interessierten einen Blick wert. Interessant jedoch, dass sogar Xing und LinkedIn den Weg in diese Liste gefunden haben.
Posts mit dem Label Job werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Job werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 14. Juli 2013
Dienstag, 12. Juni 2012
Der Weg nach Japan als Sprachlehrer
Normalerweise sagt man ja: "Wer nix wird, wird Wirt."
Im Bezug auf Japan stimmt das nur bedingt. Dort gibt es zwar auch die paar Erfolgsgeschichten von Auswanderern, die ihr Glück in Japan in der Gastwirtschaft suchen und finden (meine Lieblinge: Bernd's Bar in Roppongi und Ernie's Bar in Sendai, letztere meine weltweite Lieblingsbar ^^), jedoch ist ein anderer eingeschlagener Weg viel häufiger: Der des Sprachlehrers
Fast jeden, der in Japan arbeiten will und ad-hoc nichts findet bzw. keine anderen wirklichen Qualifikationen hat, hört man mal laut und mal leise über den Beruf des Sprachlehrers nachdenken.
Denn wie wir alle wissen, ist es um die Sprachkenntnisse der Japaner nicht unbedingt gut bestellt (siehe Engrish.com, wobei nicht alles dort aus Japan ist, aber vieles). Nun sind die Japaner aber keine Leute, die nicht wenigstens jede Anstrengung unternehmen, um diesen Umstandt zu ändern (GANBATTE!!!), weswegen es durchaus reichlich Bedarf an Sprachlehrern in Japan gibt. Und zwar an privaten Sprachschulen für Hinz&Kunz, sowie als ALTs an Schulen (Assistant Language Teacher).
Und hier fangen auch schon die Missverständnisse an, die oft in Foren und Blogs nur halbherzig ausgeräumt werden.
Als erstes möchte ich einen Artikel von Japan Today vorstellen, der sich mit der Firma Interac beschäftigt, die mit der Vermittlung von ALTs ihr Geld verdient.
http://www.japantoday.com/category/executive-impact/view/interac
Nun ist das ja ein ganz netter Artikel und macht eigentlich Mut und Lust auf die ganze Sache. Aber schauen wir doch auch mal in die Kommentare:
Aber warum machen Leute das dann bei Interac?
Aha! Man kann also ALT werden, selbst ohne Native Speaker zu sein! Dies ist für den öffentlichen Weg, über das JET-Programm aber eigentlich erforderlich, zusätzlich zu einem Bachelor und der Staatsangehörigkeit in dem Rekrutierungsland. Folglich müsste man Bewohner eines englischsprachigen Landes sein, um auch Englisch unterrichten zu dürfen UND einen Bachelor haben. (bitte korrigiert mich, falls ich das falsch verstehe)
Aber halt! Es gibt das JET-Programm auch für Deutsche und die Deutsche Sprache!
siehe HIER, auf der Seite der Botschaft von Japan
Mal abgesehen davon, dass die Seite offensichtlich seit einer Weile nicht upgedated wurde, ist eine Statistik der eigentlichen JET-Seite viel aufschlussreicher. Die zeigt nämlich an, woher die JET-Programm Teilnehmer in den letzten Jahren so kamen:
Ups. Ganze 2 JET-ALTs aus Deutschland. Immerhin ist die Chance als CIR (Koordinator für internationale Beziehungen) in Japan zu landen etwas höher, wenn auch scheinbar über die Jahre immer weiter abnehmend. Quelle
Gut, die Chancen sind also schon mal mager als Deutscher mit Deutsch weit zu kommen. Ehrlicherweise sieht es auch an privaten Sprachschulen kaum anders aus. Deutsch ist nicht wirklich gefragt und wie ich vor kurzem hörte, ist der wenige Bedarf der da ist, schon gut gedeckt. Aber nicht verzagen, gerade wegen dem wenigen Bedarf rotieren die paar Deutschlehrer alle paar Jahre wieder in die Heimat...vielleicht findet sich ja doch mal eine Lücke :)
Kommen wir zur Bezahlung der ganzen Misere. Hierzu hab ich euch mal folgenden Thread bei Gaijinpot herausgesucht:
Average wage for an ALT?
Kurz gefasst (auch aus anderen Quellen): Mit JET geht einiges, bis zu 300.000 Yen im Monat sind möglich, teilweise bekommt man Wohnungen bezahlt, teilweise sogar Steuern erlassen.
Dazu nochmal aus den Interac-Kommentaren:
Was einen noch so für Späße mit Eikawas erwarten, vor allem mit den Großen, kann man auch nachlesen, wenn man sich nach der berühmtberüchtigten "Nova" Eikawa erkundigt. Sogar der Wikipedia-Artikel gibt schon einige Hinweise, worauf eine Anstellung dort rauslaufen könnte.
Aber gut, nun nehmen wir an, mal will sich den Krampf wirklich antun. Ah, hab ich schon erwähnt, dass Sprachen unterrichten im Lebenslauf etwa äquivalent zu Arbeitslosigkeit ist? Aber weiter im Text. Erstmal braucht man ein Visum. Ist man unter 30, kann man ein Working Holiday Visum für ein Jahr bekommen und dann direkt vor Ort versuchen an eine Eikawa zu kommen oder andere akzeptable oder eher unakzeptable Arbeit verrichten. Ohne Bachelor ist dann aber hier Schluss, denn der ist auf jeden Fall Voraussetzung für ein ALT Visum, siehe hier. Mal abgesehen davon, dass man genug Geld vorweisen sollte, um dem japanischen Staat zu beweisen, dass man ihm im Fall des Scheiterns nicht auf der Tasche liegt und die eigene Ausreise finanzieren kann.
Was sonst noch geht, ist ein Visum um Japanisch in Japan zu lernen. Das geht maximal 2 Jahre lang und man darf maximal 28 Stunden die Woche arbeiten, was normales ALT-Dasein eher ausschließt. Eher Privatunterricht und sowas.
Was will ich abschließend eigentlich damit sagen?
Der Weg als Englischlehrer ist wahrlich nicht der güldene Weg in's gelobte Land. Die Chance als Deutschlehrer etwas zu finden ist...nun ja...nicht sehr hoch.
Hat man irgendeine andere Vorbildung, kann Unterrichten eine Möglichkeit sein, die Zeit der Jobsuche zu überbrücken ohne vollkommen ohne Einkommen dazustehen. Zudem ist die Zeit als Sprachlehrer wirklich tote Zeit (es sei denn, man will für immer Sprachlehrer sein), denn kein Arbeitgeber wird daraus irgendetwas positives rausziehen können, vor allem wenn man nach +5 Jahren Unterrichterei wieder nach Deutschland zurückkehrt.
Überlegt euch gut, ob es nicht andere Wege nach Japan gibt, die erfolgsversprechender sind und auch mehr Perspektive haben.
Wenn es trotzdem sein soll, lest wenigstens mal das Gaijinpot Forum quer. Viel wertvolles Wissen auf einem Haufen.
---
In eigener Sache, entschuldigt die Sendepause. Gerade viel um die Ohren, auch weil ich in 10(!!!) Tagen wieder in Richtung Korea & Japan düse :) Olé olé!
Aktiver als hier bin ich jedoch auf meiner Kartoffelsushi Facebook-Seite, auf der es jeden Tag mindestens einen Link+Kommentar mit Japanbezug gibt. Ein MUST-LIKE sozusagen ;)
Demnächst gibt es also wieder viel mehr, auch natürlich mit etwas Korea-Touch. Schließlich gibt es auch da Sushi...und Kartoffeln!
Im Bezug auf Japan stimmt das nur bedingt. Dort gibt es zwar auch die paar Erfolgsgeschichten von Auswanderern, die ihr Glück in Japan in der Gastwirtschaft suchen und finden (meine Lieblinge: Bernd's Bar in Roppongi und Ernie's Bar in Sendai, letztere meine weltweite Lieblingsbar ^^), jedoch ist ein anderer eingeschlagener Weg viel häufiger: Der des Sprachlehrers
Fast jeden, der in Japan arbeiten will und ad-hoc nichts findet bzw. keine anderen wirklichen Qualifikationen hat, hört man mal laut und mal leise über den Beruf des Sprachlehrers nachdenken.
Denn wie wir alle wissen, ist es um die Sprachkenntnisse der Japaner nicht unbedingt gut bestellt (siehe Engrish.com, wobei nicht alles dort aus Japan ist, aber vieles). Nun sind die Japaner aber keine Leute, die nicht wenigstens jede Anstrengung unternehmen, um diesen Umstandt zu ändern (GANBATTE!!!), weswegen es durchaus reichlich Bedarf an Sprachlehrern in Japan gibt. Und zwar an privaten Sprachschulen für Hinz&Kunz, sowie als ALTs an Schulen (Assistant Language Teacher).
Und hier fangen auch schon die Missverständnisse an, die oft in Foren und Blogs nur halbherzig ausgeräumt werden.
Als erstes möchte ich einen Artikel von Japan Today vorstellen, der sich mit der Firma Interac beschäftigt, die mit der Vermittlung von ALTs ihr Geld verdient.
http://www.japantoday.com/category/executive-impact/view/interac
Nun ist das ja ein ganz netter Artikel und macht eigentlich Mut und Lust auf die ganze Sache. Aber schauen wir doch auch mal in die Kommentare:
Two years with this lot. Yokohama office. Was called in to be berated several times for having an opinion. Treated like an tool by them. Deceived several times. Refused to do "lunch time" activities. It's my lunch time, y'know? Was very glad to leave to move onto better things. Only with them to get to a better situation, but did not appreciate their basically deceitful ways.Uuuhh...keine Rentenansprüche, keine Krankenversicherung, keine Aussicht auf höheren Lohn irgendwann mal...
Ultimately, my take is that lazy high schools play right into the hands of Interac. If they treated hiring native English speakers as a real job, they would get much better results. It was only too obvious that I was just a cheap hire. No pensions, no health insurance, no future. Therefore, I put the well-deserved minimal effort into my time there. And felt unhappy about this relationship. It was rather demeaning.
Auch nicht so cool :/
Aber warum machen Leute das dann bei Interac?
Teachers must have a university degree, near-native level of English and 12 years of English education. Our teachers come from many countries—we have awesome ones from the Philippines, Jamaica. Regardless of where they come from or their accent, their mission is to help students experience the joy of communication and zest for living.
Aha! Man kann also ALT werden, selbst ohne Native Speaker zu sein! Dies ist für den öffentlichen Weg, über das JET-Programm aber eigentlich erforderlich, zusätzlich zu einem Bachelor und der Staatsangehörigkeit in dem Rekrutierungsland. Folglich müsste man Bewohner eines englischsprachigen Landes sein, um auch Englisch unterrichten zu dürfen UND einen Bachelor haben. (bitte korrigiert mich, falls ich das falsch verstehe)
Aber halt! Es gibt das JET-Programm auch für Deutsche und die Deutsche Sprache!
siehe HIER, auf der Seite der Botschaft von Japan
Mal abgesehen davon, dass die Seite offensichtlich seit einer Weile nicht upgedated wurde, ist eine Statistik der eigentlichen JET-Seite viel aufschlussreicher. Die zeigt nämlich an, woher die JET-Programm Teilnehmer in den letzten Jahren so kamen:
Ups. Ganze 2 JET-ALTs aus Deutschland. Immerhin ist die Chance als CIR (Koordinator für internationale Beziehungen) in Japan zu landen etwas höher, wenn auch scheinbar über die Jahre immer weiter abnehmend. Quelle
Gut, die Chancen sind also schon mal mager als Deutscher mit Deutsch weit zu kommen. Ehrlicherweise sieht es auch an privaten Sprachschulen kaum anders aus. Deutsch ist nicht wirklich gefragt und wie ich vor kurzem hörte, ist der wenige Bedarf der da ist, schon gut gedeckt. Aber nicht verzagen, gerade wegen dem wenigen Bedarf rotieren die paar Deutschlehrer alle paar Jahre wieder in die Heimat...vielleicht findet sich ja doch mal eine Lücke :)
Kommen wir zur Bezahlung der ganzen Misere. Hierzu hab ich euch mal folgenden Thread bei Gaijinpot herausgesucht:
Average wage for an ALT?
Kurz gefasst (auch aus anderen Quellen): Mit JET geht einiges, bis zu 300.000 Yen im Monat sind möglich, teilweise bekommt man Wohnungen bezahlt, teilweise sogar Steuern erlassen.
Dazu nochmal aus den Interac-Kommentaren:
Seid ihr aber Deutsch, sieht es, wie oben in der Statistik zu sehen, eher mau aus mit JET. Deswegen geht man zu Interac oder zu irgendeiner anderen Eikawa Schule und da sieht es dann nicht mehr ganz so rosig aus. 220.000 bis 270.000 Yen scheinen eher die Regel zu sein, ohne Schnickschnack drumrum. Je unbeliebter die Gegend der Schule und die Stadt (z.B. Gunma, die Präfektur mit den hässlichsten Frauen Japans), desto höher ist oft auch das Gehalt.Not an especially important point, but for the record:
This exceeds 4,000,000 yen by a considerable amount, and I haven't included transportation reimbursement, airfare, or training seminar costs.
- JETs are guaranteed 3,600,000 yen/ year.
- half of JETs' social insurance is covered by BOEs at approximately 40,000/ month
- some JETs receive a housing allowance, 15,000 yen/ month in my city
- JETs' local taxes are paid by contracting organisations at a figure of over 100,000 annually
Was einen noch so für Späße mit Eikawas erwarten, vor allem mit den Großen, kann man auch nachlesen, wenn man sich nach der berühmtberüchtigten "Nova" Eikawa erkundigt. Sogar der Wikipedia-Artikel gibt schon einige Hinweise, worauf eine Anstellung dort rauslaufen könnte.
Aber gut, nun nehmen wir an, mal will sich den Krampf wirklich antun. Ah, hab ich schon erwähnt, dass Sprachen unterrichten im Lebenslauf etwa äquivalent zu Arbeitslosigkeit ist? Aber weiter im Text. Erstmal braucht man ein Visum. Ist man unter 30, kann man ein Working Holiday Visum für ein Jahr bekommen und dann direkt vor Ort versuchen an eine Eikawa zu kommen oder andere akzeptable oder eher unakzeptable Arbeit verrichten. Ohne Bachelor ist dann aber hier Schluss, denn der ist auf jeden Fall Voraussetzung für ein ALT Visum, siehe hier. Mal abgesehen davon, dass man genug Geld vorweisen sollte, um dem japanischen Staat zu beweisen, dass man ihm im Fall des Scheiterns nicht auf der Tasche liegt und die eigene Ausreise finanzieren kann.
Was sonst noch geht, ist ein Visum um Japanisch in Japan zu lernen. Das geht maximal 2 Jahre lang und man darf maximal 28 Stunden die Woche arbeiten, was normales ALT-Dasein eher ausschließt. Eher Privatunterricht und sowas.
Was will ich abschließend eigentlich damit sagen?
Der Weg als Englischlehrer ist wahrlich nicht der güldene Weg in's gelobte Land. Die Chance als Deutschlehrer etwas zu finden ist...nun ja...nicht sehr hoch.
Hat man irgendeine andere Vorbildung, kann Unterrichten eine Möglichkeit sein, die Zeit der Jobsuche zu überbrücken ohne vollkommen ohne Einkommen dazustehen. Zudem ist die Zeit als Sprachlehrer wirklich tote Zeit (es sei denn, man will für immer Sprachlehrer sein), denn kein Arbeitgeber wird daraus irgendetwas positives rausziehen können, vor allem wenn man nach +5 Jahren Unterrichterei wieder nach Deutschland zurückkehrt.
Überlegt euch gut, ob es nicht andere Wege nach Japan gibt, die erfolgsversprechender sind und auch mehr Perspektive haben.
Wenn es trotzdem sein soll, lest wenigstens mal das Gaijinpot Forum quer. Viel wertvolles Wissen auf einem Haufen.
---
In eigener Sache, entschuldigt die Sendepause. Gerade viel um die Ohren, auch weil ich in 10(!!!) Tagen wieder in Richtung Korea & Japan düse :) Olé olé!
Aktiver als hier bin ich jedoch auf meiner Kartoffelsushi Facebook-Seite, auf der es jeden Tag mindestens einen Link+Kommentar mit Japanbezug gibt. Ein MUST-LIKE sozusagen ;)
Demnächst gibt es also wieder viel mehr, auch natürlich mit etwas Korea-Touch. Schließlich gibt es auch da Sushi...und Kartoffeln!
Samstag, 14. April 2012
Einstellungssituation und Gehaltsaussichten in Japan 2012
Auf meinen alltäglichen Irrfahrten im weltweiten Interwebz bin ich mal wieder auf 2 Sachen gestoßen, die jeder, der sich in naher Zukunft ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigt, in Japan zu arbeiten, gelesen haben sollte. Beide Berichte sind von Morgan McKinley, einer global agierenden Recruiting Consulting Firma.
Der erste ist die voraussichtliche Einstellungssituation in Japan 2012:
http://www.morganmckinley.co.jp/en/news/hiring-market-update-japan-november-2011
Die Grundaussage ist, dass der Arbeitsmarkt in Japan relativ stabil ist, Hauptgrund für Neueinstellungen jedoch die Ersetzung von aus der Firma scheidenden Mitarbeitern ist und nicht der Aufbau von Headcount.
Viel interessanter (meine Meinung nach) ist jedoch der zweite Bericht, über die Gehaltssituation in Japan:
http://www.morganmckinley.co.jp/en/news/japan-salary-guide-2012
Wo ihr euch dort einordnet, müsst ihr natürlich selbst wissen. Grundsätzlich könnt ihr mit einem Steuersatz von 20-23% rechnen,
Ich glaube, ab 5 Mio im Jahr kann man ein komfortables Leben in Tokyo leben (als Single), d.h. mit 30m² Butze in relativ zentraler Lage und immernoch genügend Geld in der Tasche, um sich ein facettenreiches Leben und die gelegentlichen Urlaube und Flüge nach Schland leisten zu können.
Der erste ist die voraussichtliche Einstellungssituation in Japan 2012:
http://www.morganmckinley.co.jp/en/news/hiring-market-update-japan-november-2011
Die Grundaussage ist, dass der Arbeitsmarkt in Japan relativ stabil ist, Hauptgrund für Neueinstellungen jedoch die Ersetzung von aus der Firma scheidenden Mitarbeitern ist und nicht der Aufbau von Headcount.
Viel interessanter (meine Meinung nach) ist jedoch der zweite Bericht, über die Gehaltssituation in Japan:
http://www.morganmckinley.co.jp/en/news/japan-salary-guide-2012
Wo ihr euch dort einordnet, müsst ihr natürlich selbst wissen. Grundsätzlich könnt ihr mit einem Steuersatz von 20-23% rechnen,
Ich glaube, ab 5 Mio im Jahr kann man ein komfortables Leben in Tokyo leben (als Single), d.h. mit 30m² Butze in relativ zentraler Lage und immernoch genügend Geld in der Tasche, um sich ein facettenreiches Leben und die gelegentlichen Urlaube und Flüge nach Schland leisten zu können.
Freitag, 10. Februar 2012
So, so, du willst also Japanologie studieren...
Für alle die über ein Japanologiestudium nachdenken, hab ich in Analogie zu meinem "So, so, du willst also Japanisch lernen..." Post etwas embjapan Forum gefunden, dass eigentlich jeder mal durchgelesen haben sollte. Also jeder, der über Japanologie nachdenkt, denn es steckt meines Wissens nach sehr viel Wahrheit darin und der Input kam auch von mehreren Leuten.
Größten Tribut muss man aber Lori zollen, der all das niedergeschrieben hat. Sein Blog ist auch den einen, oder zwei oder viele Blicke wert. Den Original-Post im Forum gibt es hier.
---
Ich finde, dieser Leitfaden sollte nicht irgendwo im Forum begraben liegen, darum war ich so frei ihn hier zu posten. Wirklich nochmal dickes Lob an Lori, großartige Arbeit.
Größten Tribut muss man aber Lori zollen, der all das niedergeschrieben hat. Sein Blog ist auch den einen, oder zwei oder viele Blicke wert. Den Original-Post im Forum gibt es hier.
Japanologie – ein Leitfaden
Jedes Semester beginnen in Deutschland mehrere hundert, vielleicht tausend junge Menschen ein Japanologiestudium. Wohl die Wenigsten wissen, worauf sie sich da einlassen. Das Informationsmaterial der Universitäten ist meist beklagenswert allgemein gehalten und häufig einfach viel zu knapp. Ziel dieses kleinen Leitfadens soll es sein, Studienanfängern ein realistisches Bild des Japanologiestudiums zu vermitteln, BEVOR sie mit dem Studium beginnen. Ein paar Erläuterungen zum Leitfaden:
- Der Leitfaden baut vor allem auf meinen eigenen Erfahrungen als ehemaliger Japanologie-Student und nunmehr in Japan arbeitender Japanologe auf. Ich greife aber auch auf Berichte und Tipps von noch Studierenden und anderen Absolventen zurück.
- Der Leitfaden soll neutral sein, wobei ich ein wenig die negativen Seiten betone. Ich tue dies nicht, weil ich denke Japanologie sei ein schlechtes Studienfach - ganz im Gegenteil Japanologie ist faszinierend und hat sehr, sehr viele unterschiedliche und spannende Unterthemen und Perspektiven - aber ich möchte eben auch ein realistisches Bild von den Problemen und Schattenseiten des Studiums vermitteln. Es gibt einfach zu viele Menschen, die ein Japanologiestudium beginnen und es dann nach ein - zwei Jahren frustriert abrechen.
- Ich gehe im Leitfaden von einem Bachelorstudium aus.
1. Japanologie - was ist das überhaupt?
Wenn man im ersten Semester einmal seine Kommilitonen betrachtet, wird man recht verschiedenartige Menschen sehen. Dabei werden die Manga- und Animefans wohl am leichtesten zu erkennen sind. Was aber jedem, der Japanologie studieren möchte, klar sein sollte, ist, dass Japanologie sich vielerorts absolut nicht (z.B. HU Berlin) oder – wenn überhaupt - nur am Rande (z.B. Trier) mit Anime und Manga beschäftigt.
Japanologie umfasst ein breites Spektrum von Betrachtungen über Japan, dazu gehören japanische Geschichte, Theater, Literatur, Malerei, Wirtschaft ...
Die Definition, was denn nun eigentlich „Japanologie“ ist, ist dabei ziemlich umstritten. Ich denke, in der deutschen Realität kann man sie wohl am besten als Regionalwissenschaft beschreiben: Alle Dinge, die sich in Japan beobachten lassen, gehören auch zur Japanologie.
Wenn ihr also Japanologie studiert, werden eure Vorlesungen zum Beispiel Titel haben wie „Populärkultur in der Edo-Zeit“, „Geschichte des modernen Japan“, „Japans Wirtschaft nach dem zweiten Weltkrieg“, "Gender in Japan" oder „Architektur der Meiji-Zeit“.
Ihr seht, es gibt hier wirklich ein breites Spektrum, was die Wahl der Uni sehr wichtig macht. Aber dazu später mehr.
Zum Thema: „Was ist Japanologie?“ und „Wo studiere ich am besten mein Interessengebiet?“ empfehle ich den „Grundriß der Japanologie“ und den Studienführer auf Embjapan.de.
2. Japanologie - was muss ich können?
Ein Japanologe sollte sich bereits vor dem Studium gute bis sehr gute Englischkenntnisse aneignen - eine vier im Englisch-Grundkurs ist da einfach zu wenig. Warum? Weil fast die komplette Fachliteratur, die ihr im Laufe eures Studiums lesen werdet, in Englisch abgefasst ist. Außerdem: Wenn ihr einen Auslandsaufenthalt absolviert (und das werdet ihr), werden eure Kurse sehr wahrscheinlich vor allem in Englisch stattfinden.
Ansonsten ist nicht wirklich viel Vorwissen von Nöten (naja die deutsche Sprache solltet ihr schon beherrschen und ein klein wenig Allgemeinbildung kann auch nicht schaden). Nützliche Vorkenntnisse sind:
- Eine grobe Vorstellung davon, was „wissenschaftliches Arbeiten“ bedeutet.
- Eine ungefähre Idee von japanischer, koreanischer und chinesischer Geschichte.
- Japanisch-Vorkenntnisse (z.B. Beherrschung der „Kana“-Silbenschriften)
Dies sind alles Dinge, die euch auch während des Studiums vermittelt werden, aber es kann nicht schaden, auch vorher schon etwas zu wissen, in jedem Fall habt ihr dann weniger Stress im Studium.
3. Japanologie – warum eigentlich?
Fragt euch vor dem Studium einmal in Ruhe selbst: Warum möchte ich Japanologie studieren? Wenn eure Antwort nicht lautet: „Weil ich später einmal in Japan oder zumindest in einem Job mit Japanbezug arbeiten möchte.“, solltet ihr euch fragen, ob ihr nicht einen Fehler begeht. Japanologie ist kein Fach wie Wirtschafts-, oder Sozialwissenschaften mit dem man mehr oder weniger überall anfangen und seine im Studium erworbenen Fähigkeiten anwenden kann.
Japanologie ist auf der einen Seite sehr spezifisch, weil es letztendlich immer um Japan geht. Auf der anderen Seite ist es sehr vielseitig, weil man das Land von sehr vielen Seiten betrachten kann. Bei der Auswahl der Spezialisierung sollte man dabei auch seinen zukünftigen Karriereweg im Auge behalten. Wenn das z.B. Ziel ist, als Reiseleiter für Japanreisen zu arbeiten, sollte man sich bereits im Studium Referatsthemen, Nebenfächer, Praktika und Jobs suchen, die mit diesem Thema in Verbindung stehen. Mehr dazu weiter unten im Kapitel Karriere.
(Man kann natürlich auch nur zum Spass studieren, aber ich gehe mal davon aus, dass die Meisten ihr erworbenes Wissen auch gerne anwenden würden.)
Aber mehr noch. Wenn ihr die obige Antwort gegeben habt, solltet ihr euch auf Folgendes einstellen: Wer mit Japanologie Geld verdienen möchte, muss auf seinem Feld spitze sein. Es gibt nun einmal nur wenige Karrieremöglichkeiten für Japanologen und wenn ihr wollt, dass man gerade euch einstellt, solltet ihr auch etwas zu bieten haben. Daraus folgt dann fleissiges und ausdauerndes Lernen, sowohl der japanologischen Inhalte, als auch der japanischen Sprache, die Bereitschaft zu einem mindestens halbjährigen, besser ganzjährigen Auslandsaufenthalt und überhaupt die Bereitschaft sich ganz auf die Japanologie einzulassen.
Fragt euch also: Will ich das wirklich? Will ich wirklich ein Japanexperte werden?
4. Japanologie – vor dem Studium
Die Bedeutung der Studienplatzwahl kann ich nicht genug betonen. Jedes japanologische Institut hat ein spezifisches Profil, das euch liegen kann, oder eben nicht. Überlegt euch genau, welches Fachgebiet und welches Institut euch liegt. Wer sich zum Beispiel für Japans Wirtschaft interessiert, wird an der Humboldt Universität wohl nicht glücklich werden, da deren Schwerpunkt auf Geschichte und Literatur liegt.
Euer Fachgebiet ist wirklich sehr wichtig. Nicht nur für eure Vorlesungen sondern auch für die Betreuung eurer Haus- und Bachelorarbeiten. Wenn ihr an eurer Fakultät nur Experten für Manieren der Edo-Zeit habt, aber gerne zum Thema „Japans Armee, die keine Armee ist“ forschen wollt, habt ihr ein Problem.
Deshalb wählt eure Uni mit Bedacht aus. Alle Universitäten haben zu ihrem Profil Vorstellungen, die ihr euch unbedingt ansehen solltet. Schaut euch ausserdem auch unbedingt das Personal dort an: Welche Forschungsschwerpunkte haben die Dozenten und Professoren (steht meist in deren Kurzvorstellung) und gibt es auf absehbare Zeit auch genug Unterricht? Japanologien in Deutschland haben meist eine sehr dünne Personaldecke und hängen oft an nur einer Professur. Wenn euer Professor dann während eures Studiums emeritiert oder anderweitig abwesend ist, kann es schon vorkommen, dass ihr ein oder mehrere Semester keinen Unterricht besuchen könnt oder im schlimmsten Fall sogar die Uni wechseln müsst.
Neben den Webauftritten der Unis möchte ich euch hier noch einmal den „Grundriß der Japanologie“ sowie das Embjapan.de Forum ans Herz legen.
5. Japanologie – Studium
Das Japanologiestudium ist ziemlich zeitaufwändig und wenn ihr es ernsthaft betreiben wollt (siehe Punkt 3), solltet ihr euch darauf einstellen pro Woche mindestens 40 Stunden dafür zu verwenden.
Der Zeitaufwand gestaltet sich dabei wie folgt:
(etwa die ersten vier Semester)
Lehrveranstaltungen: 15 – 25 Stunden pro Woche
Selbststudium (Sprache): 15 – 25 Stunden die Woche
Selbststudium (Japanologie): 10 – 15 Stunden die Woche
(etwa ab dem vierten Semester)
Lehrveranstaltungen: 15 – 25 Stunden pro Woche (vermutlich eher abnehmend)
Selbststudium (Sprache): 10 - 15 Stunden die Woche
Selbststudium (Japanologie): 15 – 20 Stunden die Woche
Das ist natürlich nur eine Annäherung, die je nach Charakter, Vorbildung, persönlichem Ehrgeiz, Lebensumständen etc.pp. stark schwanken kann. Euch sollte aber klar sein, dass ihr vor allem am Anfang sehr viel Japanisch lernen müsst. Speziell die Kanji (= Schriftzeichen), von denen ihr idealerweise innerhalb von drei Jahren knapp 2000 Stück aktiv beherrschen solltet, benötigen sehr viel Zeit und Energie.
Des Weiteren wird von euch erwartet, dass ihr einen längeren Auslandsaufenthalt in Japan absolviert. Ich möchte euch das auch sehr empfehlen. Als Japanologe kann man es sich in Zeiten der Globalisierung einfach nicht leisten, Japanologie nur von Deutschland aus zu betreiben. Die meisten Universitäten bieten dazu auch ausreichend Austauschplätze in Japan an und dank einer Reihe von Stipendien (vor allem Jasso) ist es auch finanziell durchaus machbar. Bei der Studienplatzwahl solltet ihr darauf achten auf eine „gute“ Uni in Japan zu kommen, im Undergraduate-Bereich wird man euch zwar selten direkt an die Tôdai, Kyôdai, Waseda oder Keio schicken, aber auch das soll vorkommen. Andere gute Unis sind zum Beispiel die Ritsumeikan, Hôsei, Chûô, Sophia und noch einige mehr. Ranglisten finden sich im Internet. Das ist insofern wichtig, dass in Japan bei der Auswahl von Bewerbern auf einen Job auch darauf geachtet wird, an welcher japanischen Uni man sein Auslandsjahr gemacht hat.
Während des Auslandsjahres solltet ihr versuchen, so viel Japanisch wie nur irgend möglich zu sprechen. Wenn ihr gut genug seid, besucht unbedingt auch Vorlesungen in japanischer Sprache. Generell werdet ihr in Japan weniger Stress haben als in Deutschland. Deshalb nutzt die Zeit um eventuelle Lücken in eurer japanologischen Ausbildung zu füllen. Insbesondere Schriftzeichen-lernen bietet sich hier an.
Was sind eure Ziele bei der ganzen Lernerei?
- Sprachlich auf jeden Fall mindestens JLPT2 (1000 Kanji 5000 Vokabeln, gute Beherrschung der Alltagssprache), besser JLPT1 (2000 Kanji, 10000 Vokabeln, sehr gute Beherrschung von Alltags-, und Schriftsprache).
- Japanologisch. Das lässt sich nicht ganz so einfach klassifizieren, aber ihr solltet während eures Studium mindestens 40 – 60 japanologische Werke gelesen (und verstanden) haben, sowie über ein umfangreiches Allgemeinwissen zum Thema Japan verfügen (Geschichte, Kultur, Wirtschaft, Politik, Literatur usw.). Zu den obengenannten Themen sollten euch z.B. auf jeden Fall „Sekigahara“, „Chikamatsu Monzaemon“, „Zaibatsu“, „Habatsu“ und „Matsuo Bashô“ ein Begriff sein. Ausserdem solltet ihr in ein oder zwei Themen (zum Beispiel die Themen eurer Haus-, und Bachelorarbeiten) wirklich fit sein.
5.1. Japanologie – Studium: Allgemeine Tipps
- Versucht so schnell wie möglich möglichst viele Japaner kennenzulernen. Das geht zum Beispiel über ein Sprachtandem oder über die Betreuung von Auslandsstudenten.
- Lernt regelmäßig. Speziell die Schriftzeichen verlangen sehr viel Ausdauer. Am besten ist, ihr lernt jeden Tag.
- Sucht euch leichte japanische Texte (Jugendliteratur) um flüssig lesen zu lernen.
- Versucht ab und zu einmal einen Artikel in einer japanischen Zeitung bzw. eine Nachrichtensendung im japanischen Fernsehen zu verstehen.
6. Japanologie – Karriere
Für eine Karriere später werden euch eure japanologischen Schwerpunkte vermutlich oft nicht so sehr helfen, aber es kann nicht schaden, auch bei den Forschungsschwerpunkten darauf zu schauen, ob man später etwas damit anfangen kann. Wenn man zum Beispiel als Bachelorarbeit zum Thema "Organisationsstrukturen von Toyota in Deutschland und Japan im Vergleich" forscht, ist das sicher eine gute Zusatzqualifikation bei Toyota und anderen international operierenden japanischen Firmen.
Übrigens: Die festen Stellen als Japanologen in der Forschung in Deutschland sind derart rar, dass ich euch nahelegen möchte, diese Idee für’s erste zu vergessen. Wenn überhaupt, dann werdet ihr eher in Japan oder Amerika eine anständige Position finden
"Klassische" Japanologenberufe in Deutschland sind: Museumsführer / Kurator, Touristenführer, Übersetzer / Dolmetscher, Auslandskorrespondent in einer internationalen Firma.
Typische Berufe in Japan sind: Sprachlehrer (Englisch, manchmal Deutsch), Touristenführer, Übersetzer / Dolmetscher, Auslandskorrespondent (Zuständiger für internationale Angelegenheiten).
Darüber hinaus gibt es noch eine Unzahl Jobs mit weniger starkem Japanbezug, die man als Japanologe annehmen kann. Zum Beispiel kann man in großen Firmen als "Exot" aufgenommen werden, der dann als Korrektiv zu den "Mainstream"-Mitarbeitern wirkt.
Je nach Job kann euch auch ein klug gewähltes Neben-, bzw. Zweitfach sehr nützlich sein. Zum Beispiel Pädagogik / Germanistik / Anglistik-Amerikanistik für Lehrer, Journalismus für Auslandskorrespondenten, Archäologie für Kuratoren usw.
Die Wahl des Nebenfaches ist auch für eine eventuelle akademische Karriere sehr von Vorteil, da ihr so euer Profil schärfen könnt. Euer Neben- oder Methodenfach könnten zum Beispiel die Politikwissenschaften sein, die euch das nötige Handwerkszeug geben um zum Beispiel als Diplomat in Japan zu arbeiten, oder ihr werdet eben Japanologe mit Schwerpunkt internationale Politik. .... oder ... oder .... oder ...
Bei den meisten Jobs in Japan wird man von euch verlangen, dass ihr neben Japanisch auch Englisch beherrscht. Mit Deutsch kann man in Japan nur wenig anfangen.
Wichtige Qualifikationen für einen Job als Japanologe in Japan sind:
- Abgeschlossenes Studium
- JLPT1
- TOEFL o.ä. Nachweis von Englischkenntnissen
- Mindestens ein Jahr Japanaufenthalt, z.B. als Austauschstudent
- Praktika, davon mindestens eins in Japan
- qualifizierende Nebenjobs wie z.B. Systemadministrator, Journalist, Übersetzer
- eine dritte Fremdsprache
- zusätzliche Fachkenntnisse im gewünschten Gebiet wie z.B. Marketing
- Arbeitserfahrung und sonstige Referenzen
- ein passendes Zweitstudium ("Methodenfach")
7. Japanologie – Schlussbemerkung
Denkt dran: Japanologie ist kein Fach wie jedes andere. Ihr müsst Japanologie zu einem gewissen Grad leben und nicht einfach nur lernen, wenn ihr damit Karriere machen wollt. Sehr viele Japanologie-Studenten brechen das Studium ab, weil es ihnen zu anspruchsvoll ist (wir reden hier von 50 - 90% aller Studienanfänger, je nach Institut). Und auch ein sehr grosser Teil der Japanologie-Absolventen hat nach dem Studium nichts mehr mit Japanologie zu tun. Nur die Allerwenigsten schließen das Studium ab und arbeiten danach im japanologischen Bereich bzw. in Japan.
Ausserdem solltet ihr euch klar sein, dass Arbeiten in Japan kein Spaß ist. Das Wort „Arbeitnehmerrechte“ gibt es hier nicht. Überstunden, geringe Urlaubszeiten, moderate Bezahlung, harsche hierarchische Strukturen, Vorurteile und Diskriminierung von Ausländern ... machen das Leben und Arbeiten in Japan nicht selten zur Hölle.
---
Ich finde, dieser Leitfaden sollte nicht irgendwo im Forum begraben liegen, darum war ich so frei ihn hier zu posten. Wirklich nochmal dickes Lob an Lori, großartige Arbeit.
Mittwoch, 8. Februar 2012
Seiten für Japanophile - Sonderedition Job, Praktikum und Studium
Einmal im Leben etwas Sinnvolles tun, das wünscht sich doch jeder. Das hier soll mein Beitrag dazu sein. Ich werfe euch mein gesammeltes Studien-und-Job-Link-Wissen zu Füßen, das sich in all den Jahren angesammelt hat. Einige Links habe ich auch schon wieder vergessen oder bei einer undurchdachten Format c: Aktion an meinem Laptop verloren, jedoch sollte hier schon ziemlich viel geballtes Link-Wissen zusammenkommen, da ich auch nochmal auf Tingeltour durch verschiedene Link-Sammelseiten gegangen bin und hier nun alles zusammentrage, was sich dort und in meinen Favoriten so finden lässt.
Studium
EMB Japan - "Japanisch im Studium" Forum
Es gibt eigentlich kein Studienfach in Deutschland, das mit Japan/Japanisch zu tun hat und dort keinen eigenen Thread hat. Vor allem die Japanologie Threads sind geballt mit Wissen und dürften als sehr gute Ressource bei der Studienplatzwahl angesehen werden. Wer sich dafür interessiert, was ich studiert habe, der sollte hier reinschauen.
DAAD Tokyo
Der deutsche akademische Austauschdienst hat auch ein Office in Tokyo, das sogar sehr rege schafft und waltet. Als Informationsplattform für Studium in Japan, Praktikas und vor allem Stipendien höchstinteressant und relevant. Die Seite an sich ist schon eine wahre Link-Fundgrube, die man sich anschauen muss, wenn man es mit Japan ernst meint. Zudem bietet der DAAD noch den König unter den Stipendien an:
Das "Sprache und Praxis in Japan" Programm.
Es ist genau so gut, wie es sich dort anhört. Hatte die Ehre mit einem der Stipendiaten die Bekanntschaft zu machen, der davon erzählt hat.
JUMP - Japanese Universities for Motivated People
Gibt es auch japanische Universiäten für unmotivierte Leute? - frage ich mich immer beim Lesen des ausgeschriebenen Namens. Wenn einen die Frage umtreibt, wo man denn auf Englisch in Japan studieren kann - JUMP ist die Antwort. Unschätzbar wertvolle Ressource.
JASSO - Japan Student Services Organization
Das waren die Typen, die mir ein Stipendium in Sendai zukommen ließen und damit meinePartyexzesse studentischen Höchstleistungen in Japan finanzierten. Vielleicht lassen die für den ein oder anderen von euch ja auch was springen. Falls nicht, haben sie immernoch reichhaltig Lesestoff zum Studium in Japan parat.
JSPS - Japanese Society for the Promotion of Science
Auch diese Herren lassen gerne Geld springen, vor allem für angehende Forscher. Wer also schon immer mal verrückter Professor in Japan spielen wollte - there you go!
Study in Japan - Comprehensive Guide
Der Name sagt eigentlich alles. Besonders erwähnenswert wäre vielleicht die "Support for Finding Employment at Japanese Companies" Seite.
Postgradasia
Bachelor oder Magister oder Bakkaleureat (gibt's den Käse noch? Stell euch mal die Show im Fernsehen vor: Der BAKKALEUR!) in der Tasche und noch Lust auf mehr? Hier mal reinschauen, wobei ich glaube, die sind eher auf allgemein Asien ausgerichtet.
Heinz-Nixdorf Programm zur Förderung der Asien-Pazifik-Erfahrung deutscher Nachwuchsführungskräfte
Der kleine hässliche bucklige Bruder des DAAD-Stipendiums. Natürlich nur im Vergleich dazu, denn nüchtern betrachtet ist das Programm immernoch bombig. 4 Monate Sprachunterricht, davon 2 im Zielland + 6 Monate Praktikum. Eventuell bewerbe ich mich sogar selbst dieses Jahr dafür...allerdings sollte ich den ersten Satz dieses Abschnitts nochmal überdenken. Oh well...
InWent Förderung für Auslandssemester
Wer von JASSO nix bekommt, kann es hier nochmal versuchen. Es sei gesagt: Feiern in Japan ist nicht billig ;)
Arbeit, Jobs, Praktikas
Daijob
Eine der größten (die Größte?) englischsprachige Jobbörse für Japan. Wer wissen will, warum es eigentlich keine gute Idee ist, auf den "Sprachzug" aufzuspringen um nach Japan zu kommen, sollte sich mal die Zahl der Angebote für Sprachjobs und für andere Tätigkeiten (besonders IT, Engineering, Finance, Marketing & Sales) anschauen. Aber bitte - studiert fleißig Japanologie ;)
CareerCross
Daijob sehr ähnlich, auch weniger Angebote, aber sicherlich trotzdem ein Blick wert. Dazu gibt es eine "Company List" aller Firmen die inserieren, darunter auch viele Recruiting-Firmen. Wer es wirklich ernst meint, pickt sich da welche raus und schickt seinen Lebenslauf rum.
Jobs in Japan
Der Name ist auch hier wieder Programm, wobei die Auswahl eingegrenzter ist in Richtung Sprachjobs.
Jobstreet
Hier liegen die Jobs auf der Straße! So oder so ähnlich, ist wohl das Motto der Seite. Für ganz Asien und Japan viele viele Stellenangebote.
Jobdragon
Ich zitiere: "JobDragon is the only career platform that specializes in biligual Japanese of Generation Y. We provide you young, talented, internationally-minded candidates you cannot find anywhere else." Wer sich angesprochen fühlt, kann es ja mal versuchen.
Gaijinpot
Jobs. Apartments. Classifieds. In Japan. Der Untertitel der Seite sagt eigentlich alles. Wobei die Seite sogar noch viel mehr bietet und zwar im Sinne von "Gibt es irgendwas, zu was es auf dieser Seite keine Infos und Angebote gibt?". Ein Must-Have in den Favoriten.
Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan
Viele nützliche Informationen, sogar ein paar Stellenangebote, aber das Schmankerl ist die Liste der Mitglieder, aus denen man mögliche Firmen raussuchen kann, bei denen man sich initiativ mal bewerben könnte. Ausserdem vergibt die AHK 3 Praktikantenstellen, die oft weit im Voraus schon besetzt sind. Wenigstens sind die Leute der AHK so fair zu sagen, für WANN denn noch eine Stelle frei wäre. Also wenn man weit in der Zukunft weiss, dass man ein Praktikum in Japan machen will, dann einfach mal bewerben.
Japan Association for Working Holiday Makers
Für jeden der mal über ein Working Holiday in Japan nachdenkt. Ich persönlich denke ja immernoch, dass Japan hierfür nicht das richtige Land ist, aber das muss jeder selbst wissen.
WORK AND TRAVEL JAPAN
Auch hier viele Infos zum Working Holiday Zeug in Japan.
KOPRA
DIE Adresse für Praktikas in Japan und allgemein im asiatischen Raum. Dass es dort nicht viele Praktikumsplätze für Japan gibt, liegt daran, dass es nicht viele Praktikumsplätze in Japan gibt. Dort findet man die "üblichen Verdächtigen" wie Bosch, Akebono Brake, Daimler/Fuso, BMW, Siemens etc.
Am Besten häufig und frühzeitig reinschauen.
The Expatriates Guide to Japan
Der Wert dieser Linksammlung ist ganz schwer zu bemessen. Hochrelevant für jeden, für den schon feststeht, dass er demnächst nach Japan zieht oder auch für Leute, die schon dort sind und sich langfristiger einrichten wollen.
Learn4good
Auch hier gibt es eine Hand voll Jobangebote für Japan und einige andere asiatische Länder.
GLS Praktikumsvermittlung
Wirklich für ganz verzweifelte Leute. Wenn ihr UNBEDINGT UND ZWINGEND ein Praktikum in Japan findet, aber ihr habt z.B. Byzantinistik mit Floristik im Nebenfach studiert, dann könnte es reizvoll sein, für ein Praktikum zu bezahlen, anstatt etwas gezahlt zu bekommen. Bei mir reizt das allerdings nur den Kotzreiz.
----
So, ich denke das ist schonmal eine ganze Menge. Vor allem findet man immer noch viele viele weitere Links auf den meisten dieser Seiten, aber ich denke die größten und wichtigsten Seiten für Job&Studium habe ich hier gelistet. Leider ist mir doch schon viel verloren gegangen, hab aber auch viel durch nachdenken wieder gefunden.
Falls ihr noch wichtige Ergänzungen habt, immer her damit, dann editiere ich sie gerne noch rein. Einfach per Kommentar hinterlassen :)
Studium
EMB Japan - "Japanisch im Studium" Forum
Es gibt eigentlich kein Studienfach in Deutschland, das mit Japan/Japanisch zu tun hat und dort keinen eigenen Thread hat. Vor allem die Japanologie Threads sind geballt mit Wissen und dürften als sehr gute Ressource bei der Studienplatzwahl angesehen werden. Wer sich dafür interessiert, was ich studiert habe, der sollte hier reinschauen.
DAAD Tokyo
Der deutsche akademische Austauschdienst hat auch ein Office in Tokyo, das sogar sehr rege schafft und waltet. Als Informationsplattform für Studium in Japan, Praktikas und vor allem Stipendien höchstinteressant und relevant. Die Seite an sich ist schon eine wahre Link-Fundgrube, die man sich anschauen muss, wenn man es mit Japan ernst meint. Zudem bietet der DAAD noch den König unter den Stipendien an:
Das "Sprache und Praxis in Japan" Programm.
Es ist genau so gut, wie es sich dort anhört. Hatte die Ehre mit einem der Stipendiaten die Bekanntschaft zu machen, der davon erzählt hat.
JUMP - Japanese Universities for Motivated People
Gibt es auch japanische Universiäten für unmotivierte Leute? - frage ich mich immer beim Lesen des ausgeschriebenen Namens. Wenn einen die Frage umtreibt, wo man denn auf Englisch in Japan studieren kann - JUMP ist die Antwort. Unschätzbar wertvolle Ressource.
JASSO - Japan Student Services Organization
Das waren die Typen, die mir ein Stipendium in Sendai zukommen ließen und damit meine
JSPS - Japanese Society for the Promotion of Science
Auch diese Herren lassen gerne Geld springen, vor allem für angehende Forscher. Wer also schon immer mal verrückter Professor in Japan spielen wollte - there you go!
Study in Japan - Comprehensive Guide
Der Name sagt eigentlich alles. Besonders erwähnenswert wäre vielleicht die "Support for Finding Employment at Japanese Companies" Seite.
Postgradasia
Bachelor oder Magister oder Bakkaleureat (gibt's den Käse noch? Stell euch mal die Show im Fernsehen vor: Der BAKKALEUR!) in der Tasche und noch Lust auf mehr? Hier mal reinschauen, wobei ich glaube, die sind eher auf allgemein Asien ausgerichtet.
Heinz-Nixdorf Programm zur Förderung der Asien-Pazifik-Erfahrung deutscher Nachwuchsführungskräfte
Der kleine hässliche bucklige Bruder des DAAD-Stipendiums. Natürlich nur im Vergleich dazu, denn nüchtern betrachtet ist das Programm immernoch bombig. 4 Monate Sprachunterricht, davon 2 im Zielland + 6 Monate Praktikum. Eventuell bewerbe ich mich sogar selbst dieses Jahr dafür...allerdings sollte ich den ersten Satz dieses Abschnitts nochmal überdenken. Oh well...
InWent Förderung für Auslandssemester
Wer von JASSO nix bekommt, kann es hier nochmal versuchen. Es sei gesagt: Feiern in Japan ist nicht billig ;)
Arbeit, Jobs, Praktikas
Daijob
Eine der größten (die Größte?) englischsprachige Jobbörse für Japan. Wer wissen will, warum es eigentlich keine gute Idee ist, auf den "Sprachzug" aufzuspringen um nach Japan zu kommen, sollte sich mal die Zahl der Angebote für Sprachjobs und für andere Tätigkeiten (besonders IT, Engineering, Finance, Marketing & Sales) anschauen. Aber bitte - studiert fleißig Japanologie ;)
CareerCross
Daijob sehr ähnlich, auch weniger Angebote, aber sicherlich trotzdem ein Blick wert. Dazu gibt es eine "Company List" aller Firmen die inserieren, darunter auch viele Recruiting-Firmen. Wer es wirklich ernst meint, pickt sich da welche raus und schickt seinen Lebenslauf rum.
Jobs in Japan
Der Name ist auch hier wieder Programm, wobei die Auswahl eingegrenzter ist in Richtung Sprachjobs.
Jobstreet
Hier liegen die Jobs auf der Straße! So oder so ähnlich, ist wohl das Motto der Seite. Für ganz Asien und Japan viele viele Stellenangebote.
Jobdragon
Ich zitiere: "JobDragon is the only career platform that specializes in biligual Japanese of Generation Y. We provide you young, talented, internationally-minded candidates you cannot find anywhere else." Wer sich angesprochen fühlt, kann es ja mal versuchen.
Gaijinpot
Jobs. Apartments. Classifieds. In Japan. Der Untertitel der Seite sagt eigentlich alles. Wobei die Seite sogar noch viel mehr bietet und zwar im Sinne von "Gibt es irgendwas, zu was es auf dieser Seite keine Infos und Angebote gibt?". Ein Must-Have in den Favoriten.
Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan
Viele nützliche Informationen, sogar ein paar Stellenangebote, aber das Schmankerl ist die Liste der Mitglieder, aus denen man mögliche Firmen raussuchen kann, bei denen man sich initiativ mal bewerben könnte. Ausserdem vergibt die AHK 3 Praktikantenstellen, die oft weit im Voraus schon besetzt sind. Wenigstens sind die Leute der AHK so fair zu sagen, für WANN denn noch eine Stelle frei wäre. Also wenn man weit in der Zukunft weiss, dass man ein Praktikum in Japan machen will, dann einfach mal bewerben.
Japan Association for Working Holiday Makers
Für jeden der mal über ein Working Holiday in Japan nachdenkt. Ich persönlich denke ja immernoch, dass Japan hierfür nicht das richtige Land ist, aber das muss jeder selbst wissen.
WORK AND TRAVEL JAPAN
Auch hier viele Infos zum Working Holiday Zeug in Japan.
KOPRA
DIE Adresse für Praktikas in Japan und allgemein im asiatischen Raum. Dass es dort nicht viele Praktikumsplätze für Japan gibt, liegt daran, dass es nicht viele Praktikumsplätze in Japan gibt. Dort findet man die "üblichen Verdächtigen" wie Bosch, Akebono Brake, Daimler/Fuso, BMW, Siemens etc.
Am Besten häufig und frühzeitig reinschauen.
The Expatriates Guide to Japan
Der Wert dieser Linksammlung ist ganz schwer zu bemessen. Hochrelevant für jeden, für den schon feststeht, dass er demnächst nach Japan zieht oder auch für Leute, die schon dort sind und sich langfristiger einrichten wollen.
Learn4good
Auch hier gibt es eine Hand voll Jobangebote für Japan und einige andere asiatische Länder.
GLS Praktikumsvermittlung
Wirklich für ganz verzweifelte Leute. Wenn ihr UNBEDINGT UND ZWINGEND ein Praktikum in Japan findet, aber ihr habt z.B. Byzantinistik mit Floristik im Nebenfach studiert, dann könnte es reizvoll sein, für ein Praktikum zu bezahlen, anstatt etwas gezahlt zu bekommen. Bei mir reizt das allerdings nur den Kotzreiz.
----
So, ich denke das ist schonmal eine ganze Menge. Vor allem findet man immer noch viele viele weitere Links auf den meisten dieser Seiten, aber ich denke die größten und wichtigsten Seiten für Job&Studium habe ich hier gelistet. Leider ist mir doch schon viel verloren gegangen, hab aber auch viel durch nachdenken wieder gefunden.
Falls ihr noch wichtige Ergänzungen habt, immer her damit, dann editiere ich sie gerne noch rein. Einfach per Kommentar hinterlassen :)
Abonnieren
Posts (Atom)

More interesting, our contracts with the company says we must work between 8:30 and 5. and not allowed to leave the school when nothing is scheduled. Apparently told my prior teacher, who was in charge of local ALT contracts that I was being paid ALOT more than I actually was receiving. Which was probably why there was some animosity towards ALTs within the school.